hd trans porn
xfetish.club
site-rips.club
sexvr.us

Mutter-Kind-Kur in Mardorf am Steinhuder Meer

 

Zum 4. Mal reisten Judith und ich am 26.07. in Mardorf zur „Mu-Ki-Kur“ an. Unseren letzen Aufenthalt im April 2010 mussten wir dort abbrechen, da sich Judiths Gesundheits- zustand genau in dieser Zeit stark verändert hatte und es Judith zunehmend schlechter ging. Inzwischen haben wir uns mit dem enormen Pflegeaufwand recht gut arrangiert und uns auch an die kaum beeinflussbare Krampfsituation „gewöhnt“ (soweit man das überhaupt kann).

 

Trotzdem waren wir alle gespannt, ob es diesmal gut gehen wird; ob Judith den Wechsel verkraftet (keine Schule, kein Kinderhaus, kein Papa, kein Bruder und kein Lupus) und ob ich die anstehende Tag- und Nachtpflege alleine stemmen kann.

 

Um eine Vorstellung von unserem Tagesablauf zu bekommen,

habe ich die festen Zeiten in Judiths Tagesablauf tabellarisch

zusammen gefasst:

 

Judiths Tagesablauf (Stand: Juli/Aug. 2011):

 

1:30h Medikamentengabe: 20Tr. Novalgin, 8Tr. Valoron; 1,7ml Ergenyl Lösung

5:00h ggf. 10 Tropfen Diazepam (spätestens um 7:30h);

5:45h 4ml MucoClear, inhalativ;

6:00h Pflege im Bett mit atemstimulierender Einreibung;

7:00h 20mg Antra mups, anschließend Frühstück mit frischem Obst und Müsli (püriert); plus orale Flüssigkeitsgabe;

7:30h Medikamentengabe: 10ml Keppra; 50mg Luminal; 1,7ml Ergenyl Lösung; 20Tr. Novalgin; 8Tr. Valoron;

7:45h 300ml Wasser über Ernährungspumpe,

9:30h 2ml NaCl 0,9%, inhalativ;

10:00h 2. Frühstück, püriert; ca. 150ml Wasser; plus orale Flüssigkeitsgabe;

12:15h Mittagessen, püriert; 300ml Wasser über Ernährungspumpe; plus orale Flüssigkeitsgabe

13:00h 2ml NaCl 0,9%, inhalativ;

13:30h Medikamentengabe: 50mg Luminal; 1,7ml Ergenyl Lösung; 20Tr. Novalgin; 8Tr. Valoron;

15:30h je 250ml Sondennahrung und Wasser über Ernährungspumpe, plus orale Flüssigkeitsgabe;

16:00h 4ml MucoClear, inhalativ, anschließend Snack;

17:00h ggf. 10 Tropfen Diazepam, (spätestens um 19:30h);

18:00h Abendessen, püriert; 300ml Wasser über Ernährungspumpe; plus orale Flüssigkeitsgabe

19:00h 2ml NaCl 0,9%, inhalativ;

19:30h Medikamentengabe: 10ml Keppra; 50mg Luminal; 1,7ml Ergenyl Lösung; 20Tr. Novalgin; 8Tr. Valoron;

20:00h Abendpflege mit atemstimulierender Einreibung;

22:00h 2ml NaCl 0,9%, inhalativ;

 

 

In der Kur konnte dieser Plan insgesamt eingehalten werden, da die Medikamentengaben außerhalb der Betreuungszeiten lagen. Nur die Frühstückszeit wurde entsprechend angepasst.

 

Es ist nicht mehr möglich, mit Judith allein Auto zu fahren. Aus diesem Grund hat Dirk uns nach Mardorf gebracht und auch wieder abgeholt. Genau passend zur Abfahrt hatte Judith mit einem erneuten Bronchialinfekt zu kämpfen. Es hat mir Sicherheit gegeben, dass im Haus jederzeit eine Pflegekraft zur Hilfe gerufen werden kann, wenn es nötig ist.

 

Unser Zimmer bekamen wir für unsere Bedürfnisse entsprechend gestaltet, d.h. unsere Betten standen wie Ehebetten nebeneinander und meine Liegefläche wurde auf Judiths Betthöhe angepasst. So musste ich in der Nacht nicht dauernd aufstehen und konnte durch die Körpernähe Judiths Tonus und Atmung kontrollieren. Das Aufstehen beschränkte sich somit aufs Inhalieren, Abklopfen, Medikamentengabe und Wickeln.

 

Bei der Eingangsuntersuchung haben wir unsere Belastungen, unsere Wünsche und Vorstellungen sehr genau mit dem Arzt, dem Therapie-Team und der leitenden Pädagogin besprochen, so dass unser Kurplan entsprechend gestaltet wurde.

 

Schon von Bochum aus hat Dirk für Judith eine Einzelbetreuung beantragt. Sie hat Judith während der Jugendbetreuungszeiten des Therapiezentrums begleitet. Da es nicht unser erster Besuch in Mardorf war, hatte die pädagogische Leitung eine gute Vorstellung von Judiths Bedarfen und konnte somit eine sehr einfühlsame und kompetente Hilfe für Judith auswählen.

Judith hatte ihr Biographie- und Kompetenzbuch dabei, welches sie schon seit vier Jahren besitzt und das ihr hilft, anderen von sich zu „erzählen“.

 

Mit diesen guten Rahmenbedingungen und immer wieder stattfindenden Gesprächen war die Kur sowohl für Judith als auch für mich ein voller Erfolg!

 

Judith mit der Physiotherapeutin und ihrer Betreuerin

 

Judith hatte regelmäßig Atemtherapie,

Physiotherapie im Warmwasserbad

und Wannenentspannungsbäder.

Auch zu den Therapien wurde Judith

von ihrer Betreuerin begleitet, so dass

Judith die ihr schnell vertraute Person

immer an ihrer Seite hatte.

Das hat ihr sehr geholfen, sich auf das

jeweilige therapeutische Angebot

einzulassen.

 

Durch das Biographie- und Kompetenzbuch hatte die Betreuerin gute Vorstellungen von den Dingen, die Judith mag. Sie brachte ihr verschiedenste Kräuter zum Riechen mit, hat mit ihr Vogelbeeren, Eicheln und Zapfen gesucht und befühlt, hat mit ihr Musik auf einfachen Rhythmik-Instrumenten gemacht oder ihr auch so manche Igelball-Massage zukommen lassen.

Besonders gut gefiel es Judith, dass ihre Betreuerin sie dabei unterstützt hat, Kontakt zu den anderen Jugendlichen zu haben. Dazu zählte auch der Einsatz von Judiths Step-by-Step, der von Seiten der Betreuung genauso regelmäßig besprochen wurde wie von mir, so dass Judith immer etwas zu erzählen hatte.

Judith mit anderen Jugendlichen - mit und ohne Handycap

Mir hat in diesem Jahr besonders gut gefallen, dass wir Mütter/Väter in der Rückenschule Übungen gezeigt bekommen haben, die wir ganz einfach in unsren Alltag einbauen können. Es ist mir gelungen, so manche gute Übung für meine Rumpfmuskulatur während einzelner Pflegetätigkeiten mit Judith durchzuführen. Es ist zwar ungewohnt, doch hoffe ich sehr, dass ich weiterhin so meinen Rücken stärke. Wir haben sehr viele Tipps für unseren Alltag bekommen und hatten die Möglichkeit, auch individuelle Probleme zu besprechen. Das Fitnessprogramm, dazu Fangopackungen und Massagen, fand ich sehr umfangreich und ansprechend. Es hat mir reichlich Spaß gemacht.

 

Vom Hauswirtschaftsteam wurden wir kulinarisch gut versorgt und für Judith wurde alles sondengerecht püriert und passiert.

 

Eines unserer Kurziele war es, viel Zeit miteinander verbringen zu können. Dafür ist Mardorf wie geschaffen. Von MO – FR werden die Kinder/Jugendlichen von 8.45h-12.30h und von 13.15h-16.30h betreut. Die restliche Zeit bleibt zur gemeinsamen Verfügung. Dazu gehören auch alle Hauptmahlzeiten. Da Judith in Bochum während der Woche im Kinderhaus lebt und nur am Wochenende bei uns Zuhause ist, konnten wir es richtig genießen, viel miteinander zu erleben.

 

In Mardorf ist alles relativ flach und eben, so dass wir gut mit dem Rolli Spaziergänge machen konnten. Aufgrund der schweren Pflegebedürftigkeit von Judith war es uns in diesem Jahr nicht mehr möglich, in unserer Freizeit vom Haus die Außenanlagen und das Schwimmbad zu nutzen. Bei den vorherigen Aufenthalten hat uns das immer viel Spaß bereitet.

 

Wer sich aber mehr Entlastung wünscht, der sollte sich besser für ein anderes Haus entscheiden, z.B. Adelheid-Stift in Kirchberg. Für uns und unsere Bedürfnisse ist das Therapiezentrum in Mardorf genau das Richtige und ich hoffe sehr, dass Judith und ich das noch einmal erleben dürfen.

 

Wir hatten 4 wunderschöne Wochen. Es grüßen Judith & Anne Schultheis