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Die Osterfreizeit 2007

Am Dienstag den 27.03. war es endlich soweit. Nachdem alle Teilnehmer der diesjährigen Osterfreizeit im LBZB angekommen waren, konnte unser alljährlicher Urlaub in Hannover endlich beginnen. Wie schon in den Jahren zuvor waren wir wieder im Haus P untergebracht, in dem sich unsere Teilnehmer und Betreuer schon wie zu Hause fühlen. Am ersten Tag haben wir erst einmal zusammen mit den Eltern Saft, Limo und Kaffee getrunken und Waffeln und leckeren Kuchen gegessen, den Judiths und Svens Eltern mitgebracht hatten. Da die Gruppe mit sechs Teilnehmern eher klein war, hatten wir am Anreisetag viel Zeit zum entspannten Plaudern und zum Einrichten in unserem Ferienhaus. Weil die Sonne den ganzen Tag schien, haben wir spontan den Grill angeschmissen und den Abend mit einer gemütlichen Grillparty ausklingen lassen.

Am nächsten Tag haben wir einen Stadtbummel durch Hannover gemacht. Die Jungs haben die Spielzeuggeschäfte unsicher und die Mädels haben eine Shopping-Tour durch Hannovers Boutiquen gemacht. Judith hat sich eine wirklich schicke Mütze gekauft, die sie auf der Freizeit oft getragen hat. Nachher haben wir uns alle in der City zum Eisessen getroffen. Zurück im LBZ sind einige von uns noch ins Schwimmbad gegangen, um uns vom anstrengenden, aber sehr schönen Stadtbummel auszuruhen. Danach hatten wir großen Hunger; wie gut, dass Tina und Nils schon leckere Spaghetti Bolognese zum Abendessen gekocht hatten!

Der Donnerstag begann mit einem ganz entspannten Frühstück. Danach haben wir uns alle im Haus P beschäftigt. Aljoscha und Finn haben im Spielzimmer die riesige Playmobil-Eisenbahn aufgebaut, die Aljoscha in zwei riesigen Kisten von zu Hause mitgebracht hatte; Julia, Judith, Nathalie und Sven haben erst Hörspielkassetten gehört und dann das aktuelle Kinoprogramm erforscht. Heute wollten wir schließlich alle ins Cinemax-Kino! Die Mädels entschieden sich für den Film „Hände weg von Mississippi“, in dem es um Sommerferien mit einem Pferd ging. Der Film war lustig und hatte ein tolles Happyend – ein richtiger Mädchenfilm eben. „Die wilden Kerle 4“ war dann eher was für unsere Jungs – vor allem Sven und Finn, die schon die ersten Teile gut kannten, waren von den neuen Abenteuern der ‚wilden Bande’ begeistert. Abends sind wir dann beim Griechen gewesen und haben lecker zusammen gegessen.

Weil wir mal wieder etwas Neues ausprobieren und einige von uns außerdem noch ein wenig überschüssige Energie loswerden wollten, sind wir am Freitag ins „Happy Indoor Spielparadies“ nach Laatzen gefahren. Dort gibt es eine Drachenburg zum Klettern, Trampoline, eine Hüpfburg, ein Karussell, eine Cartbahn, wo man selber mit kleinen Autos fahren kann, und auch noch ein riesiges Bällchenbad! Ein echtes ‚Spielparadies’, in dem man sich mal richtig austoben kann, und das zu einem extrem günstigen Preis.

Zu Beginn des Wochenendes sind wir nach Langenhagen zum Flohmarkt gefahren. Dort durchforsteten wir alle Stände nach Hörspielkassetten, DVDs und anderen seltenen Flohmarktfunden. Sven hat eine elektrische Gitarre mit coolen Soundeffekten gefunden. Nach dem Flohmarkt haben wir dann Würstchen, Koteletts und Chicken-Wings gegrillt. Mit dem Wetter hatten wir wirklich absolutes Glück in diesem Jahr!


Am Sonntag stand wieder ein neuer Programmpunkt auf dem Plan. Wir waren zu Besuch auf dem kleinen Tierhof des „Institutes für soziales Lernen mit Tieren“ in Lindwedel (ca. 30 km von Hannover entfernt). Obwohl der Name zuerst ein wenig nach Schule klang, sollte unser dortiger Besuch zu einem der entspanntesten und schönsten Ausflüge der ganzen Freizeit werden. Wir saßen auf einer kleinen Weide, auf der drei Esel, einige Kühe, drei Schafe, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, eine Gans und das süße Babyschweinchen Urmel wohnten. Die verschiedenen Tiere leben hier wie in einer großen Familie zusammen und sind den Kontakt insbesondere zu behinderten Menschen gewöhnt. Sie kamen von ganz allein auf uns zu und wollten von uns gestreichelt und gefüttert werden. Das Babyschwein Urmel hatte es Finn, der zu Hause selbst Schweine hält, besonders angetan. Es hatte ganz weiche Borsten und hat immer so lustig gegrunzt. Obwohl Aljoscha erst ganz schön Respekt vor der weißen Gans hatte, durfte sie später auf seinem Schoß sitzen und ließ sich von ihm anfassen und sogar füttern! Judith fand das kleine schwarz-weiße Huhn besonders toll.

Es saß ganz lange auf ihrem Schoß und Judith hat es gestreichelt bis der Esel kam und es vorsichtig von seinem Platz stieß um ihm das Futter zu klauen. Wir durften sogar alle auf dem großen andalusischen Hochlandesel Gaucho reiten, der ganz lange, flauschige Ohren hatte. Dieser Ausflug hat uns vor allem deshalb so gut gefallen, weil wir hier viel Zeit zusammen mit den Tieren verbringen konnten. Die Tierfamilie wirkte viel glücklicher, zufriedener und zutraulicher als die Zootiere, die wir auf früheren Freizeiten kennengelernt haben. Am Abend sind wir dann ebenso ausgeglichen nach Hause gekommen und etwas früher ins Bett gegangen, weil wir am nächsten Tag auch früh aufstehen wollten. Schließlich wollten wir die Backstube von Herr Luther in Langenhagen besuchen. Und Bäcker stehen halt immer etwas früher auf...

Als wir um zehn Uhr endlich in der Backstube Bosselmann Langenhagen angekommen waren, ging es endlich los. Herr Luther, den wir schon auf der Osterfreizeit vor zwei Jahren kennengelernt hatten, kleidete uns erst einmal mit kleinen Bäckerhäubchen ein. Er selbst trug eine große, alte Bäckermütze, die er von seinem Opa bekommen hatte. Er erklärte uns, wie man Teilchen backt und dann durften wir selbst Teig kneten und ausrollen, Tierfiguren ausstechen und diese dann in einem echten Bäcker-Ofen goldbraun backen. Nachdem wir unsere Kunstwerke dann mit Zuckerstreuseln und Cocktail-Kirschen verziert hatten, durften wir natürlich auch einmal probieren. Sehr lecker! Nathalie und Judith haben so kräftig mitgeholfen, dass sie hinterher ganz weiße Pullover, Hosen und Gesichter hatten. Wir hatten soviel gebacken, dass wir den ganzen Tag lang nur Teilchen, Brezel sowie Bärlauch- und frisches Zwiebelbrot aßen. 

Am Dienstag sind wir zu Familie Lindemann in Heitlingen gefahren, wo wir wieder eine Kutschfahrt übers Land unternehmen wollten. Leider war es heute ein bisschen kühler als an den Tagen zuvor, aber mit Jacken und Decken bewaffnet haben wir eine sehr schöne und kuschelige Fahrt mit der Kutsche durch die ländliche Idylle von Heitlingen machen können. Anschließend gab es Kakao, Kaffee und Kuchen in der gemütlichen Scheune der Lindemanns, die wieder bei uns gesessen und uns mit spannenden Geschichten vom Bauernhof unterhalten haben. Abends haben wir noch lange zusammen gesessen und zugehört wie Sven und Finn zusammen E-Gitarre gespielt haben. Die beiden sind eben echte Rocker!

Den letzten Tag vor der Abreise, haben wir erst einmal ganz ruhig angehen lassen. Einige Teilnehmer sind noch einmal im Schwimmbad gewesen, andere haben schon mal angefangen ihre im Haus P verstreuten CDs, DVDs und Spielsachen zusammenzusuchen und ihre Koffer zu packen. Am Nachmittag haben wir dann zum Abschluss unserer gelungenen Osterfreizeit etwas Tolles unternommen. Wir sind gemeinsam zur mittelalterlichen Schänke „Excalibur“ in Bemerode (ganz in der Nähe von Kirchrode) gefahren, um dort bei einem mittelalterlichen Rittergelage mitzumachen. Kurz nachdem wir in die Welt des Mittelalters in einen nur von Kerzen beleuchteten Rittersaal eingetreten waren, wurden wir von einem Gaukler in zeitgemäßes Gewand gehüllt. Die Jungs sahen aus wie Jungknappen und Ritter mit wüsten Helmen; die Mädchen wurden wie Burgfräuleins angezogen. Nathalie hatte einen großen, spitzen Hut mit einem langen Schleier auf, den im Mittelalter wohl nur echte Prinzessinnen tragen durften.

Sven wurde von unserer Tafelrunde kurzerhand zum König erklärt, und bekam von seinem Volk eine goldene Krone auf sein teures Haupt gesetzt.

Nachdem wir mit einer echten Armbrust schießen durften, gab es ein leckeres Ritteressen, bei dem nur mit den Händen gegessen werden durfte, wie im Mittelalter (Löffel durften wir natürlich auch benutzen). Knappe ‚Stahlfaust’ Aljoscha hatten wir zu unserem Tischvogt ernannt und er hat wirklich toll dafür gesorgt, dass wir alle wie Ritter kräftig angestoßen und gelacht haben. Abschließend hat jeder von uns eine Ritter-Urkunde bekommen und Finn, der  im Ritterwettbewerb die meisten Punkte erreicht hatte, ist feierlich zum ersten Ritter unserer Excalibur-Tafelrunde geschlagen worden. Mit diesem schönen Erlebnis fand unsere diesjährige Osterfreizeit ihren würdigen Ausklang. Schon am nächsten Tag stand unsere Abreise an. Obwohl einige traurig waren, dass die Freizeit so schnell umgegangen ist, freuen sich die meisten von uns schon jetzt auf unseren nächsten gemeinsamen Urlaub in Hannover


Wir haben einen sehr entspannten und schönen Urlaub erlebt, was nicht nur an der relativ kleinen Gruppe, sondern vor allem an der ausgeglichenen und harmonischen Zusammensetzung von Betreuten und ihrer Betreuer lag. Vielen Dank möchte ich an dieser Stelle vor allem an das harmonische und zuverlässige Betreuerteam richten, das kompetent und tatkräftig dafür gesorgt hat, dass diese Freizeit allen ihren Teilnehmern noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Vielen, vielen Dank an Euch Betreuer, Ihr seid ein tolles Team!

Vielen Dank möchte ich hier auch Stefan Köhler sagen, der mir in diesem Jahr erstmals hilfreich und spontan bei der Vorbereitung und während der Freizeit zur Seite gestanden hat.

Weiter so, Stefan!


Euer Björn