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Väter-Wochenende 2018 – Was bedeutet Familie?

Moin, Travemünde

Wir sind gemeinsam mit zwanzig Vätern und unserem Familien- und Trauerbegleiter Hartmut Ast, den wir bereits letztes Jahr als professionellen Referenten und Mentor für unser Projekt Väter-Wochenende gewinnen konnten, vom 08.06 bis 10.06.2018 nach Travemünde gefahren.

 

Vater Frank, Nordlicht und Ortskundiger, organsierte das Hotel Deutscher Kaiser und stellte das Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit dem Vorstand auf. Auch dieses Jahr konnten wir wieder einen neuen Vater Jens (diesmal aus Berlin) kennenlernen, den wir schnell in unserer Gruppe aufgenommen haben. Kai, der Letzte, wie Frank ihn nordisch kühl titulierte, traf dann aus dem Süden kommend pünktlich zum Abendessen ein.

 

In der Begrüßungsrunde stellte sich jeder kurz vor und berichtete, was im letzten Jahr alles passiert ist und welche schönen Momente erlebt wurden. Wir sprachen in kleineren Gruppen über Selbstsorge: Was tut mir gut? Wie kann ich an mich selbst denken? Wie kann ich mir selber helfen? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt? Wie gehen die anderen Väter damit um? Selbstsorge beginnt bei einem selbst. Manchmal fehlt nur ein entscheidender Impuls. Uns wurde wieder einmal bewusst, wie offen wir in unserer Gruppe von Vätern sprechen können und vor allem, wie wertvoll unsere Beziehung ist.

 

Von Möwengeschrei geweckt ging es zum Frühstück und anschließend trafen wir uns im Keller des Hotels, um mit unseren Referenten das Thema Familie weiter zu vertiefen. Was bedeutet Familie? Hartmut referierte in seinem Impulsvortrag zunächst über die Familie, die Beziehungen untereinander und die Rollenverteilung mit dem Fokus auf den Mann und Vater. Die Vorlage vom letzten Jahr mit Ergänzungen diente dabei als weiterer Impulsgeber. Hartmut bildete dann aus den Vätern drei Gruppen, sodass sich jeweils sechs bis sieben Väter zusammensetzten und sich intensiv austauschten. Dabei fanden viele persönliche und offene Gespräche statt, sodass Hartmut uns laufen ließ. Laissez-faire.

 

Anschließend haben wir uns im Plenum über die Gruppengespräche ausgetauscht. Hartmut fasste dann noch einmal zusammen und verwies auch auf die Möglichkeit eines Einzelgespräches, das im Laufe des Tages von einigen Vätern angenommen worden ist.

 

Väter-Seminar 2018 – inhaltliche Arbeit

Im inhaltlichen Teil des Wochenendes nahmen wir den Faden von 2017 wieder auf und vertieften die Themen: Was bedeutet Familie und wie funktioniert sie? Gerade Familien, die mit der NCL-Krankheit umgehen müssen, haben besondere Herausforderungen zu bewältigen. Das von Hartmut Ast vorgestellte Familienmodell beschäftigte sich mit dem Problemlösungsverhalten eines jeden Familienmitgliedes in Bereichen, wie z.B. Rollenverhalten, Kommunikation, Emotionalität, Aufgabenerfüllung, Werte und Normen, und anderen Aspekten. Und da sind auch die anwesenden Männer herausgefordert, ihren Teil an der Herstellung des Gleichgewichts in der Familie einzubringen und Probleme in den verschiedenen Bereichen lösen zu helfen. Darüber zu sprechen und sich die Erfahrungen gegenseitig mitzuteilen, machte das Wochenende so wertvoll. Deshalb waren die Gespräche im Plenum, in Gruppen und Vieraugengespräche so wichtig. Dadurch, dass der Referent die Vätergruppe das Wochenende begleitete, konnten zwischendurch immer wieder vertiefende persönliche Gespräche geführt werden.

 

H.A. Hannover-Jens: „Beim Seminar von Hartmut Ast zum Thema Familie wurde einem wieder bewusst, wie wichtig eine starke Familie ist, um die täglichen Aufgaben mit unseren NCL-Kids zu bewältigen. Und es erscheint mir wichtig, gerade diese Erlebnisse mit anderen NCL-Vätern zu besprechen, um auch manchmal neue oder andere Lösungsansätze zu entdecken.“

 

Wie im Norden üblich, ging es zu Wasser in die alte Hansestadt Lübeck. Mit einem Schiff fuhren wir die Trave bis zur Altstadt von Lübeck rauf. An Bord hatten wir ausreichend Zeit und Raum, uns weiter auszutauschen.

 

Angekommen besuchten wir gemeinsam die Marienkirche, die auf dem höchsten Punkt der Altstadtinsel in Backsteingotik steht. Vater Reinhard lud die Väter wieder zur Andacht für unsere Kinder ein. Kerzen wurden angezündet, der Kinder gedacht und gemeinsam gesungen. Dieses Erlebnis in der Marienkirche ist mit Worten nicht zu beschreiben. Für alle ein sehr bewegender Moment und fester Bestandteil unseres gemeinsamen Väter-Wochenendes.

 

Wir teilten uns wieder in kleinere Gruppen auf. Joachim, Luxemburg Christian und Kai vertieften in einem Café im sehr persönlichen Gespräch das Thema Familie, die Rollenverteilung der Familienmitglieder und die Beziehungen untereinander.

 

Am späteren Nachmittag trafen wir uns alle am Schiffanleger wieder und fuhren die Trave wieder runter. An Bord wurden mit Hartmut die Einzelgespräche fortgesetzt. Gerade das Schiff oder das Boot macht einem deutlich, dass wir Väter mit unseren erkrankten NCL-Kindern, egal in welcher Form oder in welchem Stadium die Kinder sind, in einem Boot sitzen und wir uns als Väter über unseren Verein bzw. über unser Väter-Wochenende auf Augenhöhe mit Verständnis füreinander begegnen können.

 

Unser Abendessen nahmen wir in einem Lokal an der Trave ein. Wie bei uns üblich, mischten sich die Väter wieder neu und tauschten sich in kleineren Gruppen aus. Ein Thema unter vielen war der heutige 1. Internationale NCL-Tag (Batten Disease Awareness Day), dessen wir mit unserem eigenen Zeichen in Form eines Fingerabdruckes gedachten. Am Abend gab es noch eine Überraschung. Wir starteten mit einem Nachtwächter am Pegelhäuschen zu einem Nachtspaziergang durch die Gassen von Travemünde, schauten uns interessante Gebäude und Plätze an, hörten einige der vielen Seefahrergeschichten, sahen ein Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen und beendeten am Hafen den sehr schönen Tag. Der Nachtwächter Burkhard Wunder hat durch sein persönliches Engagement unentgeltlich dazu beigetragen, dass wir als Gruppe von Vätern den Tag gemeinsam schließen konnten. Vielen Dank im Namen aller Väter.

 

Wieder von Möwengeschrei geweckt ging es noch einmal zum Frühstück und anschließend wieder in den Keller, um zum einen den gestrigen Tag zu reflektieren und zum anderen einen Ausblick auf das nächste Väter-Wochenende zu wagen.

 

Im Rückblick auf das Väter-Wochenende wurde von einigen Vätern der Wunsch geäußert, dass die Befindlichkeiten in Bezug auf die Mobilität des Einzelnen abgefragt werden und die Zeiten besser eingehalten werden sollten. Zusammenfassend stellten wir fest, dass es wieder ein sehr gelungenes Väter-Wochenende mit interessanten Begegnungen und tiefen Gesprächen gewesen ist.

 

Freude und Trauer liegen oft dicht beieinander. Das konnten wir am Wochenende wieder erleben und neben vielen Eindrücken und Erinnerungen sind es gerade die intensiven Gespräche untereinander, die uns helfen und Halt geben. Ja, vielleicht ist das Väter-Wochenende auch ein sicherer Hafen, ein fester Ankerplatz, an dem wir uns alle einmal im Jahr treffen, um von unseren Erlebnissen auf hoher See zu berichten und um Rüstzeug für den nächsten Sturm zu erhalten, der im Leben mit NCL-Kindern unweigerlich kommt.

 

Nächstes Jahr werden wir in der Lutherstadt Wittenberg unser Projekt Väter-Wochenende fortführen. Dietmar und Jens haben sich bereit erklärt, an der Elbe für uns den entsprechenden Platz zu finden.

 

Danach zog es uns noch einmal zu einem Spaziergang an die Nordermole mit dem herrlichen Blick auf die Ferne der Ostsee. Anschließend verabschiedeten wir uns.

 

Dankeschön an alle Väter und Familien, großes Dankeschön an Frank für die perfekte Organisation, Danke Reinhard für die Andacht und vielen Dank an Hartmut Ast. Vielen herzlichen Dank an den AOK Bundesverband, der unser Väter-Wochenende im Rahmen der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen finanziell unterstützt hat.

 

Ahoi Kai Lindemann