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Väterwochenende in Koblenz

 

Mein erstes Mal …

 

In diesem Jahr entschloss ich mich zum ersten Mal, am Väterwochenende teilzunehmen.

 

Ich war mir nicht wirklich sicher was mich erwartet, obwohl ich vom diesjährigen Ausrichter Kai Lindemann ein Programm zugeschickt bekommen habe.

 

Leider zeigte sich bereits die Anreise schwieriger als gedacht. Ich stieg in die Straßenbahn, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Leider endete die Fahrt schon nach wenigen Stationen, da es wohl Schwierigkeiten mit den Oberleitungen gab (dies wurde bei Fahrtbeginn nicht angesagt). Laut Ansage ist ein Busersatzverkehr eingerichtet, aber was nicht kam, war der Bus. Da die Zeit für das Erreichen des ICE nun doch recht knapp wurde, entschied ich mich, ein Taxi zu suchen. Leider hätte ich auch so den Zug beinahe nicht mehr erreicht und ich warf dem Taxifahrer Geld hin und stieg kurz vor dem Bahnhof während einer Rotphase aus. Nun folgte ein 500 m Sprint mit Gepäck. Als ich das Bahngleis erreichte, ging die Zugtür gerade zu und ich flehte den Schaffner an, diese nochmal zu öffnen. Zum Glück tat er es. Danach sackte ich kurz im Zug zusammen, um Luft zu holen.

 

In Dortmund wurde der Zug geteilt. Leider war für unseren Zug nun kein Zugführer da (Auf Bahndeutsch – „Störung im Betriebsablauf“). Die 25 minütige Verspätung führte dazu, dass es für den Anschlusszug ebenfalls knapp wurde. 1,5 Minuten hatte ich für den Wechsel von Gleis 6 auf Gleis 3 in Köln (auch hier nochmal herzlichen Dank an die Bahn, dass auch dieser Zug nicht gewartet hätte, ich es aber trotzdem schaffte). Nun war ich zum zweiten Mal am Tag durchgeschwitzt. Nun ging es aber ohne weitere Zwischenfälle bis zum Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein.

 

Im Hotel angekommen, wurden nach einer

kleinen Begrüßungsrunde die Teilnehmer in

zwei Gruppen aufgeteilt, um sich über das

Thema "Selbstsorge – was tut mir gut"

intensiv auszutauschen.

 

Abends ging es dann in einen alten Gewölbe-

keller des Restaurants "Alt-Coblenz" wo wir die am Nachmittag begonnenen Gesprächsrunden fortsetzen konnten.

 

Am nächsten Morgen ging es frisch gestärkt weiter.

 

Helmut Ast – ein Theologe und Trauerbegleiter – aus Hamburg führte mit uns ein Seminar zum Thema "Familienbegleitung" durch. Dann wurde sich über die verschiedenen Arten der Palliativversorgung ausgetauscht.

 

Nach regem Gedankenaustausch ging es dann in die Basilika St. Kastor, wo wir der verstorbenen Kinder gedacht und Kerzen angezündet haben.

 

Nun ging es mit der Seilbahn auf die Festung Ehrenbreitstein. Dort fand gerade das Festungsfest „Pulverdampf und Spatenstich“ statt. Sehr beeindruckend war hier das Festungsmanöver! Abends gab es dann Essen im Hotel und man hatte danach noch Zeit, sich mit den anderen Vätern über Sorgen und Nöte auszusprechen.

 

Sonntag wurde ein kleines Resümee gezogen und symbolisch das organisatorische Zepter an Frank Lüdenscheid übergeben, der das nächste Väterwochenende 2018 in Travemünde ausrichten wird.

 

Leider lief auch die Rückfahrt nicht wirklich glatt, da es durch eine Vollsperrung der Stecke Herford-Bad Oeynhausen zu einer fast zweistündigen Verspätung kam.

 

In der Hoffnung, dass die Bahn nächstes Jahr mit mir ein Einsehen hat ... bis nächstes Jahr in Travemünde!

Text und Bilder: Jens Riesenbeck

 

Das diesjährige Seminar für Väter fand vom 09.06 bis 11.06.2017 in Koblenz am Mittelrhein mit 16 Vätern und einem Referenten statt.

 

Mehrere Themenschwerpunkte wurden von uns ausgesucht, um möglichst alle Väter anzusprechen. Das ist nicht einfach, da trotz der Gemeinsamkeit der Erkrankung unserer Kinder die einzelnen Formen unterschiedliche Bedürfnisse an Selbsthilfe und Informationsaustausch nach sich ziehen. Die Väter befinden sich zudem in verschiedenen Lebenssituationen.

 

Gemeinsam stellen wir jedes Jahr wieder fest, dass gerade durch die Seminare für Väter sich die Väter öffnen und intensiv austauschen. Die Thematik Palliativversorgung wurde auf Wunsch der Väter vom letzten Seminar mit aufgenommen.

 

Wie gewohnt trafen wir uns am Freitagnachmittag im Hotel und nach der Begrüßungsrunde wurden zwei Gruppen gebildet. Wir knüpften thematisch an die vorherigen Seminare an. Die Möglichkeiten der Selbstsorge wurden diskutiert und anhand von Beispielen einzelne Erfahrungen ausgetauscht. Die gegenseitige Unterstützung über das Seminar hinweg schafft weiter Vertrauen und stärkt den Einzelnen, mit der schwierigen Situation der Erkrankung des Kindes umzugehen.

 

Am Abend trafen wir uns in einem Wirtshaus zum Abendessen. Hier trafen dann auch noch zwei Nachzügler sowie Hartmut Ast (Familien und Trauerbegleiter) ein, den wir dieses Jahr als Referenten gewinnen konnten. Beim Abendessen im Gewölbekeller fanden dann an den einzelnen Tischen gute Gespräche statt. Unser Referent mischte sich unter uns und durch seine freundliche und unaufdringliche Art wurde er in unsere Gruppe schnell integriert.

 

Anschließend gingen wir an den Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Das Deutsche Eck mit dem Reiterstandbild diente uns als Kulisse für unser Gruppenbild. Danach machten sich einige auf den Weg zurück ins Hotel und andere gingen noch in einen nahegelegenen Biergarten.

 

Am Samstagmorgen trafen wir uns nach dem Frühstück in unserem Tagungsraum Ehrenbreitstein mit Blick auf den Rhein. Nach der Begrüßung stellte Kai das weitere Programm des Seminars und insbesondere des heutigen Tages vor. Danach folgte die Vorstellungsrunde und jeder einzelne hatte die Möglichkeit zu berichten, was im letzten Jahr wichtig war, wie es der Familie geht.

 

Das Thema Familie wurde in den Vorgesprächen mit unserem Referenten Hartmut ausgesucht. Hartmut nahm uns in einer Mischung von Vortrag, Gruppen- und Einzelarbeit eineinhalb Stunden lang mit. Die Bedeutung der Familie, die Beziehungen innerhalb der Familie, das Familiensystem wurden erörtert und mit Hilfe von mitgebrachten Vorlagen erarbeitet. Wie funktioniert eine Familie? Hier wurde uns anschaulich die Bedeutung der einzelnen Beziehungen untereinander und über die Generationen hinweg aufgezeigt. Alle Väter haben konzentriert und sehr interessiert mitgemacht. Der Vormittag ging so sehr schnell vorbei.

 

Nach kurzer Pause trafen wir uns wieder im Foyer des Hotels, um gemeinsam unsere selbstorganisierte Stadt- und Festungserkundung zu starten. Mit der Personenfähre setzten wir über den Rhein, um linksrheinisch zur Talstation der Seilbahn zu gehen.

 

Die Seilbahn wurde im Zuge der BUGA 2011 errichtet und verbindet die Altstadt mit der rechtsrheinischen Festungsanlage Ehrenbreitstein. Oben angekommen hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Stadt und die umliegenden Landschaften. Auf dem weitläufigen Festungsgelände wurde an diesem Wochenende ein Fest gefeiert.

 

Unter freiem Himmel fanden wir geeignete Rückzugsorte und setzten unser Seminar in kleineren Gruppen fort. Die Erkenntnisse und Erlebnisse aus den vorangegangenen Stunden wurden reflektiert. Am späten Nachmittag gab es die Möglichkeit, Einzelgespräche mit Hartmut zu führen. Einige Väter nutzten das Angebot. Andere zogen sich zurück oder schauten sich noch einmal die Stadt an.

 

Zum gemeinsamen Abendessen trafen wir uns alle in unserem Hotel. Die Väter mischten sich an den Tischen neu und die Gespräche wurden fortgesetzt. Anschließend teilten sich die Väter in kleineren Gruppen auf.

 

Am Sonntagmorgen ging es nach dem reichhaltigen Frühstück um 9 Uhr im Tagesraum Ehrenbreitstein weiter. Nach der Begrüßung von Kai wurde der gestrige Tag gemeinsam reflektiert. Hartmut und Christian mussten leider schon früh fahren.

 

Danach haben wir über die Thematik Palliativversorgung diskutiert. Leider hatte die geplante Referentin, eine Kinder-Palliativmedizinerin, kurzfristig abgesagt. Da wir ein Selbsthilfeverein sind, haben wir uns selbst geholfen und nach einer kurzen Einführung von Kai haben wir uns der schwierigen Thematik angenähert. Dabei berichteten einige Väter sehr anschaulich und bewegend über die Versorgung ihrer Kinder, wie die Kinder begleitet wurden, welche Entscheidungen wie und wann getroffen worden sind. Vielleicht gerade weil wir nur unter uns waren, kam es zu der offenen Gesprächsrunde um lebensverlängernde Maßnahmen, Palliativversorgung und zur Grundsatzfrage der PEG.

 

Das Seminar für Väter ging gegen Mittag wieder zu Ende. Ein Ende ist aber auch wieder ein Anfang für das nächste Seminar in Travemünde 2018.

 

Allen Vätern und Hartmut herzlichen Dank für die gute Zeit in Koblenz.

 

Herzlichen Dank an die Krankenkasse AOK-Bundesverband für das finanzielle Engagement!

 

Kai Lindemann