hd trans porn
xfetish.club
site-rips.club
sexvr.us

Mütterwochenende in Hannover vom 05.-07.05.2017

Froh und munter packten wir Mütter am 05.05.2017 unsere Sachen und reisten aus allen Richtungen nach Hannover. Dank moderner Kommunikationstechnik konnten auch alle Herausforderungen der Bahnreise bewältigt werden und alle Ankommende sicher ins Domizil in unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof gelotst werden.

 

Bei der Begrüßung gab es dann ein großes "Hallo", begleitet von Kaffee und Kuchen. Eine kurze Vorstellungsrunde gab allen Neuen und allen, die nach einiger Zeit neu wieder dabei waren, die Gelegenheit, Namen und Gesichter richtig zuzuordnen und von allen ein kurzes Update über die neueste Situation zu Hause und den Veränderungen seit dem letzten Jahr zu hören.

 

Direkt im Anschluss ging es auch gleich los. Getreu dem Motto "Nimm Dir Zeit für Dinge, die dir gut tun", welches sich das ganze Wochenende über durchzog wie ein dicker roter Faden, gab es eine Ideen-Sammlung, was uns Müttern gut tut. Aus den Ideen und Ratschlägen entstand eine bunte Mischung aus Torte essen, Buch lesen, spazieren gehen, Sport treiben und einfach wegfahren oder kurzerhand ins Kino gehen und sei es mit dem NCL-Kind.

 

So unterschiedlich wie die Ideen waren, haben sie doch eines gemeinsam: so stressig und herausfordernd der Alltag mit NCL ist, umso wichtiger ist es, sich Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, um Kraft zu tanken sowie ein Netzwerk aufzubauen, das einem dies ermöglicht.

 

Nur so ist es dauerhaft möglich, den NCL-Alltag zu meistern.

 

 

Zum Abendessen kamen nicht nur die letzten Teilnehmerinnen endlich erschöpft an, sondern boten sich bei leckerem Essen schon reichlich Gelegenheiten für viele gute Gespräche bis in den späten Abend.

 

Der Samstag hingegen fing dann wieder früh an, nach einem guten Frühstück gingen wir gestärkt in den Tag. Es wartete ein Vortrag zur Burnout-Vorsorge auf uns. Ein Thema was jeden angeht, unabhängig davon, ob das NCL-Kind noch lebt oder die Familien bereits verwaist sind.

 

Der Stresstest gleich zu Beginn gab jeder Teilnehmerin einen Eindruck, wie hoch der Stresspegel derzeit steht, was meist bestätigend, mal aber auch erstaunend wirkte.

 

Die Frage, welcher Unterschied zwischen dem realen und dem Wunschtag in unserer Tagesplanung liegt, kann hauptsächlich damit beantwortet werden, dass der ideale Tag einfach zu kurz ist, um alles wirklich Wichtige zu schaffen.

Ein Blick auf stressauslösende Faktoren brachte ebenfalls die ein oder andere Erkenntnis, aber auch Bestätigung des bereits Erlebten. Die 12 Stufen zum Burnout konkretisierten das noch einmal.

 

Sie zeigten auch, was jeder selbst dazu beiträgt, welche jeweils unterschiedlichen Symptome es gibt und ab wann man wirklich Hilfe in Anspruch nehmen soll.

 

Die Stufen beginnen bei Stufe 1 – „dem Zwang sich selbst zu beweisen“ und gehen über die Stufe 5 – „Umdeuten von Werten, abstumpfen, Kontakt vermeiden“ und Stufe 6 – „verstärktes Verleugnen auftretender Probleme, mangelnder Anerkennung“ und „innerer Kündigung“ beim Job.

 

Bedrohlich ist es bei den Stufen 11 – „Depression, Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken“ bis hin zur Stufe 12 – dem „Burnout“.

 

Eine anschließende Diskussion, inwieweit man auch von außen lenkend eingreifen sollte und was Methoden zur Stressbekämpfung sein können, brachte Probleme zutage, mit denen auch die außenstehenden Freunde und Familienmitglieder zu tun haben.

 

Die Frage „Ab wann muss man verstärkt eingreifen und wie kann man es angehen?“ stand nach wie vor im Raum. Ein allgültiges Geheimrezept gibt es dafür leider nicht. Wie oft kommt es auf die Einzelfallbetrachtung an.

 

Die Freizeit am Nachmittag nutzten dann alle in kleinen Gruppen oder allein für Dinge, die uns glücklich machten, gute Gespräche und Erfahrungsaustausch inklusive.

 

Abgerundet von einer Schnupperstunde Yoga für einen großen Teil von uns, welche den Teilnehmenden mit einfachen Übungen Strategien zum Abstreifen von Sorgen und schlechten Gedanken und zur Entspannung mitgaben, hatten wir mit einem anschließenden Stadtrundgang durch die Innenstadt einen äußerst erkenntnisreichen Nachmittag.

 

So gab unsere Stadtführerin uns einen Eindruck, wie man bereits zu anderen Zeiten in Hannover Hilfestellungen zur Nahrungsaufnahme oder auch unkonventionelle Wege bei der Erledigung der Tageshygiene bewältigte.

 

 

 

Nicht nur diese Stichworte, vor allem aber,

wie man trotz allem sich selbst Strategien

zurechtlegt, um immer wieder kleine Glücks-

momente für einen selbst zu schaffen, gaben

uns genügend Gesprächsstoff für den Abend

bei herrlich leckeren Essen und einem gemütlichen

Ausklang in Lokalen mit internationalem Flair.

 

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Zukunft. Eine Ideensammlung für die nächsten Mütterwochenenden: Welche Themen bewegen uns? Wo kann man für aktuelle, aber auch immer wiederkehrende Fragen neuen Input bekommen. Welche Wege und Strategien können wir anwenden, um uns selbst und unsere Familien nicht im Alltag mit NCL aus dem Auge zu verlieren?

 

Als neue Ziele ergaben sich Halle (Saale) mit einem eher aktiven Part zur Stärkung der eigenen Gesundheit, aber auch Unterstützung der NCL-Kinder bei sportlichen Aktivitäten; zum anderen aber auch Sylt, eventuell mit einem Atem-therapeutischen Schwerpunkt an der aktivierenden Nordsee-Luft. Auch hier ließ sich das Thema dieses Wochenendes „Sich selbst Gutes tun“, was wirklich gut ankam, wiedererkennen. Eine Fortsetzung mit neuen Schwerpunkten.

 

Auf der Heimfahrt begaben wir uns alle wieder auf einen Weg voller Herausforderungen. Neben den herkömmlichen Herausforderungen einer Bahnfahrt diesmal zusätzlich mit einer angekündigten weiträumigen Absperrung des Hauptbahnhofs Hannover aufgrund einer Bombenentschärfung. Aber uns NCL-Müttern kann das nicht schrecken, geschult durch den Alltag mit NCL sind wir flexibel in der Ablaufplanung und finden auch unter erschwerten Voraussetzungen gut nach Hause.

 

Wir danken Bianca und Sabine für ein perfekt vorbereitetes Mütterwochenende und interessanten Themen und wertvollen Input. Wir freuen uns auf das nächste Mal und hoffen, auch dann wieder möglichst viele wiederzutreffen.

 

Juliane Sasse

 

Bilder: Iris Dyck, Karen Riesenbeck, Anke Tielker