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Väterwochenende 2016 in Münster

Der Bericht über unser Väterwochenende 2016 in Münster ist zweiteilig. Im ersten Teil möchten wir Euch darüber berichten, was alles getan werden muss, damit wir als Väter, wie in jedem Jahr, an einem Wochenende gemeinsam Kraft tanken, uns unbeschwert austauschen und neue Impulse erhalten können.

Im zweiten Teil berichten wir über unser Wochenende aus Sicht der Väter.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei der DAK bedanken, die uns im Rahmen der Selbsthilfeförderung für unser Projekt Väter-Wochenende großzügig unterstützt hat. Herzlichen Dank!

 

Nur durch eine Förderung ist es uns möglich, unabhängig von der jeweiligen familiären Situation, dem sozialem Hintergrund und dem Einkommen, den Vätern aus unserem Verein die Teilnahme zu ermöglichen.

 

Wir möchten zugleich jeden Vater ermutigen, an einem unserer Väterwochenenden teilzunehmen, um selbst zu erfahren, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen und uns gegenseitig unterstützen.

 

Teil 1

Im Rahmen der vierteljährlichen Vorstandssitzungen wurde im Vorstand angeregt, Leitfäden für unsere Projekte, u. a. Väter-Wochenende, zu erstellen. Hier möchten wir Euch nur kurz darstellen, was alles dazu gehört.

 

Die Planung eines Väter-Wochenendes beginnt bereits, wenn das laufende zu Ende geht. Im letzten Jahr wurde gemeinsam in Dresden beschlossen, dass wir dieses Jahr nach Münster fahren und Vater Ralf vor Ort die Organisation übernimmt.

 

Durch die vorhandenen Ortskenntnisse können Hotel, Gastronomie, Kirchen, Rundfahrten etc. ausgewählt werden.

 

Das Programm eines Väter-Wochenendes ist damit noch nicht aufgestellt und die Finanzierung ist offen. Weder Thema, Seminar- oder Gruppenräume noch Referenten sind gewählt. Einen geeigneten Referenten zu finden, der alle Väter gleichermaßen anspricht, ist nahezu unmöglich. Ein Psychologe ist von den meisten ausdrücklich nicht gewünscht.

 

Die im Vorstand vertretenen Väter haben sich hierzu intensiv Gedanken gemacht, die Anregungen der Väter aufgenommen und mit mehreren möglichen Referenten Gespräche in Hamburg und Köln geführt.

 

Zur Förderung und Finanzierung des Projektes muss ein Antrag bei einer Krankenkasse jeweils bis Jahresende gestellt werden. Hier müssen wir seitenweise Formulare ausfüllen, diverse Tabellen erstellen, unser Projekt und vorläufiges Programm ausführlich beschreiben sowie unsere Vereinsfinanzen mit allen Nachweisen offen legen. Nach der Antragstellung folgen oft noch Telefonate oder ergänzende E-Mails, um die für unsere Projekte notwendige Förderung durch die Krankenkasse im Rahmen der Selbsthilfeförderung zu erhalten.

 

Vor der Anmeldefrist müssen immer wieder einzelne Väter daran erinnert werden, sich anzumelden. Neue Väter müssen von uns direkt angesprochen werden.

 

Die voraus reservierten Zimmer müssen anschließend angepasst werden. In den Wochen vorher führen wir viele Abstimmungsgespräche, damit unser Wochenende planmäßig funktioniert.

 

Am Ende des Wochenendes folgen die Fahrtkostenerstattungen, die detaillierte Abrechnung und Fotos werden per E-Mail ausgetauscht. Abschließend muss der Verwendungsnachweis erstellt werden, um die erhaltene Förderung nachzuweisen. Hier werden von uns wieder seitenweise Formulare ausgefüllt, Tabellen erstellt und Berichte verfasst.

 

Warum machen wir das? Wir sind von der Selbsthilfe überzeugt, stärken uns gegenseitig und möchten im Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit anderen betroffenen Familien helfen.

 

Teil 2

Wir knüpfen an unser Väterwochenende 2015 in Dresden an. Einige ältere Väter haben nochmal gezählt und festgestellt, dass wir als Verein zum 14. Mal ein solches Projekt durchführen.

 

Wer denkt, dass jedes Väter-Wochenende gleich ist, der irrt gewaltig. Das diesjährige Väterwochenende führte uns nach Münster. Vater Ralf organisierte alles vor Ort für die insgesamt 21 Väter und einen Referenten. Leider mussten einige Väter aus gesundheitlichen oder familiären Gründen kurz vorher wieder absagen.

 

Das Thema „Diagnosestellung NCL – Wie geht es weiter?“ begleitete uns weiter, die Fragebogenaktion aus dem Vorjahr wurde fortgesetzt und sollte insbesondere den Gesprächseinstieg in die Gruppendiskussion vereinfachen. Die Väter erhielten mit den notwendigen Informationen zum Väter-Wochenende die Fragebögen auf dem gewohnten Weg vorab zugeschickt.

Ergänzend baten wir die Teilnehmer, ein persönliches Lieblingsbild mitzunehmen.

 

Wir starteten am Freitagnachmittag in gewohnter Weise mit dem Eintreffen im Hotel, der Begrüßung und der Zimmerbelegung. Christian und Dominique konnten wir als neue teilnehmende Väter begrüßen.

 

In diesem Jahr begleitete uns Piet Morgenbrodt, den wir als Referent bzw. als Familien- und Trauerbegleiter in diesem Jahr gewinnen konnten.

 

Das Hotel verfügte leider nicht über einen abgeschlossenen Tagungsraum, sodass wir für uns in dem historischen Restaurant Stuhlmacher einen geeigneten Raum reservierten.

 

Die Vorstellungsrunde wurde mit einem kleinen Ball aufgelockert. Piet stellte sich vor und machte uns Angebote zum Austausch für verwaiste Väter, neue Teilnehmer und bot Raum und Zeit für Einzelgespräche an. Die ersten Lieblingsbilder wurden gezeigt. Freude und Trauer begleiten uns. Ein Kind eines Vaters ist vor kurzem gegangen. Der betroffene Vater nahm kurzfristig teil. Wir trauern gemeinsam mit ihm.

 

In vertieften Gesprächen kamen wir zum Ergebnis, dass wir meistens unsere Lieblingsbilder im Portemonnaie bei uns tragen. Nach dem Abendessen teilten wir uns in wechselnde Gruppen und tauschten uns intensiv aus. Die neuen Väter mischten sich schnell unter uns.

 

Am Samstag starteten wir mit einem frühen Frühstück im Seitenraum des Hotels. Wir reflektierten mit Piet den gestrigen Nachmittag und Abend. Der weitere Tagesablauf wurde besprochen.

 

Danach führte uns Ralf auf verwegenen Wegen kreuz und quer durch die Altstadt von Münster, bis wir schließlich unseren westfälischen Stadtführer fanden, der uns während der kleinen Stadtrundfahrt und anschließender Führung begleitete.

 

Die alte Stadtmauer, die neuen Altstadtfassaden, der Dom mit den Käfigen, die vielen Fahrräder fanden sich in einigen Geschichten über Münster wieder. Die Teilnehmer mischten sich während des Fußweges immer wieder, sodass viele Einzelgespräche unter den Vätern geführt wurden.

 

Am Marktplatz verabschiedeten wir uns vom Stadtführer und besuchten gemeinsam eine nahegelegene Kirche. Die Servatii-Kirche bot uns einen geeigneten Rahmen, um gemeinsam eine Andacht zu halten. Die verwaisten Väter gedachten ihrer Kinder im Kreis und zündeten Kerzen an.

 

Nach dem Mittagessen setzten wir unser Seminar im Tagesraum fort. Die Thematik Vergangenheit oder Zukunft wurde von uns diskutiert und in Gesprächen in Kleingruppen fortgesetzt.

 

Nach der Kaffeepause wurde von Piet eine Foto-Ecke eingerichtet. Stative, Scheinwerfer, Kamera und eine provisorische Leinwand wurden aufgebaut. Die Gegenwart – eine Momentaufnahme, ein Portrait eines Einzelnen – sollte uns ein Bild von uns selbst geben und uns zeigen, dass wir uns selbst nicht vergessen sollten.

 

In kleineren Gruppen setzten wir unsere Gespräche fort. Einzelgespräche mit Piet wurden geführt. Am Abend trafen wir uns zum Abendessen im Alten Gasthaus Leve. Die Väter mischten sich erneut und tauschten sich weiter aus.

 

Am Sonntagmorgen trafen wir uns gegen acht Uhr zum Frühstücks- Buffet. Die Teilnehmer mischten sich an den Tischen neu, sodass wir in kleineren Gruppen den vorherigen ereignisreichen und auch emotionalen Tag reflektierten.

 

Anschließend stiegen wir nochmal in die Gruppendiskussion ein. Peter referierte über die Grundideen der Angebote unseres Vereins und stellte dar, dass für neue betroffene Eltern die Teilnahme an Mütter- und Väter- Wochenenden ein Angebot des Herantastens an die Krankheit NCL ist, um anschließend als betroffene Familie die Möglichkeiten auf der Jahrestagung und den gastweisen Unterbringungen bzw. Kinderfreizeiten zu nutzen.

 

Die anschließende Feedback-Runde wurde wieder von fast allen Vätern genutzt. Ein Vater hob hervor, dass unter den betroffenen Vätern Verständnis füreinander da ist und dass der Austausch überhaupt möglich ist. Für andere Väter ist das Wochenende sowohl eine Auszeit und als auch eine wertvolle Zeit für Gespräche. Die Begleitung des Väter-Wochenendes durch den Referenten und Begleiter Piet wurde dankend angenommen. Die Sweat-Shirts Family & Friends unseres Vereins wurden von einigen Vätern gerne gekauft.

 

Einige Teilnehmer wünschen sich für das nächste Väter- Wochenende, die Thematik Palliativmedizin mit aufzunehmen. Die nächsten beiden Ziele für die Väter-Wochenenden wurden gemeinsam beschlossen (2017: Mittelrhein/ Koblenz, 2018: Ostsee/Travemünde).

 

Die Verabschiedung fiel allen wieder sichtlich schwer. Einige Väter sehen sich nur einmal im Jahr, andere öfters und letztendlich stellen wir immer wieder fest, dass wir gemeinsam in einem Verein sind, um uns gegenseitig zu unterstützen oder einfach in die Arme zu nehmen.

 

An dieser Stelle möchten wir unserem langjährigen Kassenwart Peter sehr für seine hanseatische Gelassenheit, die freundlichen Telefonate und Beiträge im Rahmen des Väter-Wochenendes danken.

 

Wir bedanken uns bei Ralf für die Organisation vor Ort.

 

Wir möchten uns bei unserem Referenten Piet sehr bedanken, dass er mit uns an Bord war, unseren Kurs begleitete und uns das Ruder nicht abnahm, sondern uns die eine oder andere Anregung vermittelte, gute Gespräche führte und uns Vätern mit den Portraits einen Blick auf uns selbst gab. Die betroffenen Väter, wie auch die einzelnen Familienangehörigen, sollten sich dabei selbst nicht vergessen.

 

Herzlichen Dank nochmals an die fördernde Krankenkasse DAK.

 

Kai Lindemann

 

Dank freundlicher Unterstützung durch die DAK-Gesundheit