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Mütterwochenende 2015 in Bremen

Hurra, es ist Mütterwochenende! Oh je, es streiken die Lokführer! Ausgerechnet für die Tage vor und am Mütterwochenende waren Streiks der GDL angesetzt. Schnell musste die – wie immer von Christel perfekt ausgearbeitete – Anreiseplanung umorganisiert werden. Fahrgemeinschaften wurden gebildet und Fernbusse gebucht, sodass es dann alle am Freitag schafften anzureisen.

 

Nachdem wir alle eingecheckt, die Zimmer bezogen und die Autos in den angrenzenden Parkhäusern abgestellt hatten, gingen wir in den für uns reservierten großen Tagungsraum und feierten bei Kaffee und Kuchen Wiedersehen. Diesmal durften wir auch zwei neue Mütter in unserer Mitte begrüßen, Andrea aus Wien und Steffi aus Greiling, auch Bianca aus Nienhagen war zum ersten Mal bei einem Mütterwochenende dabei.

 

Nach der Stärkung mit Kaffee und Kuchen starteten wir sofort mit dem ersten Programmpunkt: Kinästhetik. „Kinästhetik ist das Studium der Bewegung und der Wahrnehmung, die wiederum aus der Bewegung entsteht – sie ist die Lehre von der Bewegungsempfindung.“ (Lenny Maietta, Frank Hatch, 2003).

 

Ziele der Kinästhetik sind:

• Erleichterung der Mobilisation von Menschen – ohne Heben und Tragen

• Bewegungsressourcen von kranken Menschen zu erkennen und zu fördern

• die körperliche Gesundheit von Pflegenden zu erhalten

 

Der Vortrag wurde von Frau Gudrun Gaartz gehalten.

Anhand von praktischen Übungen und Demonstrationen konnten wir uns einen Eindruck verschaffen, wie uns Kinästhektik den Pflegealltag erleichtern kann. Anke stellt sich netterweise als lebendes Demonstrationsobjekt zur Verfügung. Ein weiteres Motto der Kinästhetik ist „Gleichzeitig gemeinsam“, bei diesen Handlungen werden alle körperlichen Ressourcen (u. a. auch die Knochen genutzt). Die Kosten für Kinästhetikschulungen können für Pflegende bei der Krankenkasse beantragt werden.

 

Nach diesem ersten interessanten Programmpunkt starteten wir zum Abendessen im Restaurant Übersee gegenüber vom Hotel. Da das Mütterwochenende neben der Jahrestagung für viele weiter auseinanderwohnende meistens der einzige Termin ist, an dem man sich sehen und austauschen kann, wurde sich eifrig unterhalten. Nachdem um 19.30 h auch – dank der GDL – die letzte Teilnehmerin eingetroffen war, trafen wir uns nach dem Abendessen noch einmal im Konferenzraum, um in nun kompletter Runde die Vorstellungsrunde zu starten. Mit 36 Müttern waren wir diesmal eine sehr große Runde.

 

Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück vom Buffet ging es weiter mit einem interessanten Vortrag von Dr. Ingo Scheer, er ist Kinderarzt für pädiatrische Palliativversorgung im Bereich Gesundheit Bremen Nord und im Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Er hielt einen Vortrag darüber, wie man Schmerzen vermeiden, erkennen und lindern kann.

 

Zur Definition von Schmerzen gibt es verschiedene Schmerzskalen und Schmerzprotokolle, die er uns vorstellte. Die Skalen können bei den Pharmaherstellern angefordert, die Protokolle im Internet heruntergeladen werden. Er stellte die 5 verschiedenen Stufen der Schmerzmittel und deren Einsatz vor. Beim anschließenden Gedankenaustausch kamen wir auch auf das Thema ärztliche Versorgung zu sprechen. So gibt es mancherorts z. B. Zahnärzte, die Hausbesuche machen und Gynäkologen für behinderte Patienten. Anke wies darauf hin, dass es sinnvoll ist, bei einem Wechsel des Pflegedienstes die Pflegedokumentation zu kopieren. Herr Scheer erzählte noch, dass für Erwachsene mit Behinderung MZEB (Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderung) gegründet werden, die die Behandlung durch ein SPZ (Sozialpädiatisches Zentrum) fortsetzen. So konnte jeder gleich wieder ein paar neue hilfreiche Tipps mit nach Hause nehmen.

 

Zu unserem Vortrag für verwaiste Mütter trafen wir uns mit 9 Frauen vor dem Hotel und gingen ins PIP, um uns dort mit Frau Andrea von Legat vom Verein „Verwaiste Eltern und Geschwister Bremen e.V.“ zu treffen. Frau von Legat referierte behutsam über z.B. Wenn ein Kind gestorben ist, wie verändert sich die Familie? Väter, Mütter und Geschwister trauern alle unterschiedlich. Den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben und das ist für uns alle sehr schwer, vielleicht hat der Vortrag etwas geholfen und wir sollten uns nicht scheuen, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Nach den spannenden Vorträgen war dann erst einmal ein wenig Freizeit angesagt und wir zogen in kleinen Grüppchen in die Bremer Innenstadt oder in ein nahegelegenes Einkaufszentrum. Am Nachmittag trafen wir uns alle wieder, um an einem Stadtrundgang teilzunehmen. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden wir zur Liebfrauenkirche, zum Rathaus, zum Roland, durch die Böttcherstraße an der Schlachte entlang zum Schnoorviertel geführt.

 

Anschließend trafen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant Friesenhof in der Innenstadt. Auch hier konnte nach dem Essen wieder eifrig diskutiert oder sich über die Probleme des Alltags ausgetauscht werden. In so großer Runde findet man oft schnell erprobte oder unkonventionelle Ideen, um sich und den Kindern den Alltag leichter zu machen. Auch wenn man über Telefon, Internet und Mail untereinander viel in Kontakt ist, nichts ersetzt ein persönliches Gespräch.

 

 

Den Sonntagmorgen begannen wir nach dem gemeinsamen Frühstück mit einem Geburtstagsständchen für Karin Kliem. Weil auch Muttertag war, fanden wir alle eine kleine Flasche Badezusatz als Geschenk von Edith und Astrid auf unserem Platz. Vielen Dank für die liebe Überraschung.

 

Sogleich ging es dann auch los mit einem Vortrag von Anne Schultheis über richtiges Sitzen im Rollstuhl und Tipps zur richtigen Beantragung eines optimalen Rollstuhls. Zum Beispiel sollte niemals Bequemlichkeit oder Komfort bei der Beantragung einer Rollstuhlversorgung in der Formulierung auftauchen. Es sollte immer der konkrete medizinische Nutzen (z. B. beschwerdefreies Sitzen) genannt werden. Bei einer anschließenden Produktvorstellung von Herrn Land von der Firma R 82 konnten wir uns einige Rollstuhlmodelle und Kataloge ansehen.

 

Leider ging die Zeit wie immer viel zu schnell rum! Schon war die Zeit gekommen, Astrid und Edith die Geschenke zum Dank für die tolle Organisation des Mütterwochenendes zu geben und einen Ort für das Mütterwochenende 2016 zu wählen.

 

Anita erklärte sich bereit, das MüWoE 2016 in Bielefeld auszurichten.

 

Aber Moment mal … Bielefeld gibts doch angeblich gar nicht … wir dürfen gespannt sein.

www.bielefeldverschwoerung.de

 

Text: Karen Riesenbeck Bilder: Iris Dyck, Anke Tielker, Edith Witte

Dank freundlicher Unterstützung durch die TK