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Betreuerfortbildung in Hamburg

 

Vom 20.11.-22.11.2015 hatten wir Betreuer uns zur Fortbildung „Epilepsie“ in der wundervollen Stadt Hamburg getroffen. An diesem Wochenende durften wir auch Anke begrüßen, die als „spezieller Gast“ da war und uns wunderbar durch das Wochenende geführt hat.

 

Nachdem dann auch am Freitag die letzten den Weg in unsere Unterkunft die „Superbude“ gefunden und ihr Zimmer bezogen hatten, konnten wir am Abend mit einer Begrüßungsrunde starten „Was ist gut – Was ist schwierig auf NCL-GUs?“ „Was macht überhaupt die GUs zu dem, was sie sind?“. Viele Ideen, Erfahrungen und Anregungen von den Betreuern, Geschwistern und als „Elternvertreter“ Anke wurden zusammengetragen. So konnten wir im Anschluss die vielen verschiedenen Sichtweisen diskutieren und mit neuem Input weiter machen.

 

Ein für uns Betreuer sehr wichtiger Punkt war, wie wir den Charme der GUs an die Eltern tragen können. Wie können wir Eltern, die seit kurzen mit der Diagnose konfrontiert sind, überzeugen, ihre Kinder mit uns auf die GUs zu schicken. Aber auch für Eltern, die schon länger im Verein sind, haben wir einen Weg gesucht.

 

Nach verschiedenen Ansätzen kristallisierte sich der Weg der direkten Kontaktaufnahme heraus, d.h. auf der nächsten Jahrestagung wird Andreas Albrecht eine Präsentation der GU zeigen, wo es Antworten auf Fragen gibt wie „Warum eine spezielle GU für NCL-Kinder?“, „Ist mein Kind in sicheren Händen bzw. lerne ich die BetreuerInnen vorher kennen?“, „Wer sind die Betreuer?“, etc. Gleichzeitig wird ein interaktiver GU-Flyer erarbeitet, der von der NCL-Website abgerufen werden kann. Durch Klicken auf Bilder werden weitere Hintergrund-Informationen sichtbar. Marius Wagener verfügt hier über das notwendige Know-how und nimmt dies federführend in die Hand. Bis dahin bitten wir alle Eltern, ihre GU-Erfahrung an unerfahrene Eltern weiterzutragen.

 

Die wohl spannendste Frage an diesem Abend war, wer die Sommer-GU leiten möchte. Es gab ein paar Vorschläge, doch am Ende stand nur noch ein Kandidat im Raum, der sich bis Sonntag noch Gedanken machen wollte. Nachdem dann bei allen die Köpfe rauchten und die Flipchart sehr gut gefüllt war, kam der Hunger bei vielen durch. Wir haben uns alle gemeinsam auf den Weg in die Hafen City gemacht und sind dort in den „Chilli Club“ eingekehrt, wo wir uns untereinander ausgetauscht und gestärkt haben.

 

Am Samstagmorgen hat uns erstmal ein reichhaltiges Frühstück erwartet. Bei Kaffee, Brötchen und einem Ei klappte der Start in den Tag schon ziemlich gut, manchmal musste der Kaffee auch wohl etwas stärker sein. Um 10 Uhr fanden sich dann alle in unserem Seminarraum wieder und hörten einen Vortrag über Epilepsie. Durch das gut zweistündige Programm führte uns Jonas Dalhoff von der Leibniz Uni Hannover.

 

Jonas hat uns auch einiges aus seiner eigenen Erfahrung berichtet, wie er selbst lernen musste, damit umzugehen und wie er seinen Alltag bewältigt hat. Wie er verschiedene Dinge ausprobieren musste und immer wieder auf Rückhalt von Freunden und Familie angewiesen war. Spannend waren hier auch Jonas‘ Ausführungen zu den Zeiten unmittelbar vor und nach dem Epilepsie-Anfall, wo er z.B. sehr aggressiv auf Hilfeleistungen u.ä. reagierte, sich aber wenig bis gar nicht daran erinnern konnte und damit auch verschiedene Menschen verärgerte. Er machte uns bewusst, wie viele Facetten das Verhalten eines Epileptikers nach einem Anfall haben kann. Diese Ausführung führte bei einigen zu Aha-Erlebnissen in der NCL-Betreuungssituation.

 

Wichtig und hilfreich waren auch Jonas‘ Ausführungen zu den sogenannten Gummi- oder Holzkeilen für den Mundraum, die nicht verwendet werden sollten. Holz splittert und führt zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum. Auf keinen Fall mit Fingern versuchen, etwas aus dem Mund zu holen, da durch die Kraftentwicklung Finger durchtrennt werden können. Die Frage nach „Wie denn dann?“ wurde sehr praxisnah beantwortet: mit einem Portemonnaie, welches fast jeder in Hosen- oder Handtasche hat. Vorher allerdings Plastikarten entfernen, da diese danach entzwei sind … Hier entstand natürlich auch die ein oder andere Frage aus dem NCL-Alltag, die er versuchte, bestmöglich zu beantworten. Bei einem leckeren Stück Pizza wurde im Anschluss untereinander weiter diskutiert über Epilepsie, Notarzt und andere Fragen.

 

Nachmittags haben wir uns vor dem Hostel getroffen, um uns dann gemeinsam auf den Weg zur Kletterhalle „Nordwand“ zum Teamtraining zu machen. Eine lange Anreise hatten wir nicht, da es nur zwei Stationen mit der S-Bahn waren.

 

Angekommen an der Halle musste sich jeder erst­mal ein Paar Kletterschuhe besorgen. Ich war schon etwas skeptisch, ob sie meine Schuhgröße in 49 auch haben. Tatsächlich gab es meine Schuhgröße, es gibt wohl noch einige Personen, die sich mit solch großen Füßen an die Kletter­wand wagen.

 

Als wir dann als ganze Truppe startklar waren, ging es dann auch schon in Richtung Kletter­wand. Da wir ja so gut wie alle Laien in dieser Sportart waren, hatten wir natürlich Unter­stützung von drei Trainerinnen. Nach dem „leichten“ Aufwärmprogramm, in dem wohl keiner unter­fordert war, ging es dann auch zur Einsteiger-Kletterwand. Uns wurde erklärt, dass wir immer drei Personen sein müssen, um an der Kletter­wand hochsteigen zu dürfen. Zwei der Personen sorgen immer für die Absicherung der Person, die an der Kletter­wand hochsteigt.

 

Diese Erfahrung war für uns hilfreich, da die NCL-Kinder oft vollständig auf ihre BetreuerInnen angewiesen sind und nun wir in dieser Situation waren. Die Reihen­folge, wie ein Auf- und Abstieg erfolgen, wurde uns noch demonstriert sowie die wichtigen Techniken, aber auch die korrekten Knoten.

 

Nach dieser kurzen Einführung durften wir nun zu dritt beweisen, ob wir alles richtig verstanden haben und wie man sich so an einer Kletterwand macht.

Hier merkte man schnell, wie gut die kleinen Teams sich untereinander unterstützen.

 

Hier hatten wir uns gewünscht, dass dies im großen Team ebenfalls erprobt wird, aber leider waren die Informationen im Vorfeld nicht so an die Trainerinnen herangetragen worden und der Zeitrahmen reichte nicht mehr dafür aus.

 

Innerhalb der Teams wurde abgewechselt, damit jeder einmal eine andere Rolle erlebte und jede/r mal auf den bzw. die andere angewiesen war. Die Trainerrinnen waren immer in Reichweite und haben vor jedem Aufstieg auch noch mal bei den Teams die Sicherheit überprüft.

 

Nach zwei Stunden war der Spaß dann auch schon wieder vorbei und wir durften uns auf ein Drei-Gänge-Menü am weihnachtlich gedeckten Tisch freuen.

Mit vollem Magen und zufriedenen Gesichtern ging es dann Richtung Hostel. Nachdem sich dann noch einige frisch gemacht haben, sind viele noch mit auf die Flaniermeile, dem „Kiez“, gegangen.

 

Am nächsten Morgen haben wir uns zur Abschlussrunde in unserem Seminarraum getroffen. Zum einen habe ich an diesem Morgen gemerkt, Klettern wird nicht meine Sportart, und zum anderen habe ich festgestellt, wie viele Muskelgruppen ich habe. Für den Spaß, den wir aber hatten, nehme ich diese Umstände gerne in Kauf.

 

Zunächst musste die spannendste Frage aufgelöst werden … Haben wir an diesem Wochenende einen neuen Leiter für die Sommer GU gefunden…?! Es sollte jemand sein, der schon einige GU’s mitgemacht hat und diesen „Spirit“ in sich hat. Jemand, der weiß, wovon er redet und schon ein „alter Hase“ ist. Wir haben diesen jemand mit Andreas Albrecht gefunden! Es freut uns alle, dass wir dich überzeugen und als neuen Leiter für die anstehende GU im Sommer gewinnen konnten!

 

Nachdem diese Frage nun auch geklärt war, konnten wir uns voll und ganz auf einen kleinen Beitrag aus der Pflege freuen. Vor der Gruppe wurde demonstriert, wie man eine Windel richtig anlegt, sowohl bei einer liegenden als auch einer stehenden Person.

Exemplarisch wurden an einem Betreuer noch verschiedene Lagerungen gezeigt und auch noch mal betont, wie wichtig diese sind für Atmung, DekubitusProphylaxe, etc.

 

Zum Abschluss sammelten wir auf einer Flipchart Tipps & Tops, mit welchen Inhalten zukünftige Betreuerfortbildungen gestaltet werden können. Gegen Mittag war dann Aufbruchsstimmung und wir mussten uns voneinander verabschieden.

 

Ein großes Dankeschön geht vor allem an Magdalena, Simon und Anke für die super Organisation!

 

Ebenfalls DANKE an Jonas Dalhoff für die sehr interessanten und auch sehr persönlichen Einblicke in das Leben eines Epileptikers.

 

Ich bedanke mich für dieses tolle Wochenende und würde mich freuen, wenn im Jahr 2016 sich wieder so eine Möglichkeit ergibt.

 

Torben Mackenroth, Betreuer