hd trans porn
xfetish.club
site-rips.club
sexvr.us

Seminar für Mütter oder Mütterwochenende 2010

29. – 31. Mai 2010 in Hamburg

Freitag, 29.Mai 2010

Gab das wieder eine freudige Begrüßung! Es war ein Strahlen und in die Arme fallen, es war

einfach schön. 25 Mütter von an NCL erkrankten Kindern waren nach Hamburg gekommen!

 

 

Wir starteten mit einem gemütlichen Kaffeetrinken, dann folgte die offizielle Begrüßung

durch Marietta. Die Regularien mit samt der Änderungen der Tagesordnung der nächsten

Tage wurde bekannt gegeben und alle wurden gebeten, sich in eine der vier Arbeitsgruppen

für den Sonnabendvormittag einzutragen.

Da es auf der Müllverbrennungsanlage in Billwerder /Hamburg brannte. konnte der Zug aus

Berlin nicht nach Hamburg durchfahren, musste zurück, dann umgeleitet werden und kam

schließlich mit drei Stunden Verspätung in Hamburg an. Die drei Berliner kamen noch eben

rechtzeitig zur Stadtrundfahrt.

 

Eine erfahrene Stadtführerin zeigte uns vom Bus aus viele der schönsten Plätze Hamburgs,

erklärte uns Bau und Bedeutung der Hafencity, von der Köhlbrandbrücke aus bestaunten wir

das geschäftige Treiben im Hafen.

Im Michel legten wir einen Stop ein, bestaunten die Schönheit des renovierten barocken Baus,

genossen den tiefen Klang der Orgel und die wunderbare Akustik und manche Gedanken

wanderten zu den Kindern.

 

Nach dem Abendessen wurde die Gruppeneinteilung besprochen. Es gab folgende Angebote

für den kommenden Vormittag:

 

 

  • Kinderhospiz Sternenbrücke
  • Wohngruppe in Bergedorf, in der Andre Schnau lebt
  • Tag der offenen Tür im Beerdigungsinstitut
  • Das Leben nach dem Abschied

In den Gesprächsrunden am Abend ging es primär um Probleme des häuslichen Alltags wie

z.B.

  • Die Verträge, die die Leistungserbringer mit den Krankenkassen in den einzelnen Bundesländern ausgehandelt haben, unterscheiden sich sehr von einander. Deshalb sind die genehmigten Mittel auch unterschiedlich. Es wurde empfohlen, sich immer um eine gute Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst zu bemühen. Man sollte zuvor eine Liste von all den Sachen aufstellen, die man benötigt. Wenn der Gutachter diese Liste in seinen Bericht aufnimmt, genehmigt die Krankenkasse in der Regel alles.
  • Woher soll man wissen, welches der richtige Rollstuhl für das Kind ist? Es wird immer eine Spezialanfertigung für die individuellen Bedürfnisse des Kindes / Jugendlichen geben müssen. Bei dem Einen sind die langen Beine, beim Anderen z.B. die schiefe Haltung zu berücksichtigen. R 82 im Internet.

Beim Zuhören wurde mir einfach klar, dass hier Mütter im Gespräch waren, die einfach Profis sind, die eine Sprache sprechen und die wissen, worum es geht.

  • Es ging auch um die gesunden Geschwisterkinder und um die Partner, die immer ein wenig zurückstecken müssen und nicht immer in der ersten Reihe stehen können.

 

Als alle Listen ausgefüllt waren, gab es am späten Abend noch folgendes Ergebnis:

Es wird am Samstagvormittag nur 3 Gruppen geben, für die Wohngruppen haben sich keine Interessenten gefunden.

 

 

Samstag, 30. Mai

Wie immer war die Nacht ein wenig kurz gewesen, denn wie immer wurden die Gespräche nachher in den Zimmern weiter geführt.

 

Mach einem fulminanten, reichhaltigen, leckeren Frühstück steuerten die einzelnen Gruppen ihre Ziele an.

Ich war in der ersten Gruppe, dem Kinderhospiz Sternenbrücke.

Wir waren 11 Personen, fuhren mit der S-Bahn bis Blankenese und dann sollte es per Taxe weitergehen.

Nichts Böses ahnend, nannten wir das Ziel „Sternenbrücke“– statt „Kinderhospiz Sternenbrücke“. In meinem Taxi konnte ich den Fehler recht schnell korrigieren, unser Fahrer erreichte noch den zweiten. aber trotz vieler Telefonate kam das dritte Taxi erst etwa eine Stunde zu spät an, sie waren nach Altona in die Straße Sternenbrücke gefahren.

 

Wir wollten uns vor allem den neuen Anbau für junge Erwachsene im Alter von 17 – 27 Jahren ansehen, das erst am 16. April 2010 eröffnet worden ist. Schwester Anne, die Stationsleiterin, zeigte uns sehr einfühlsam die Räume und die Einrichtungen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, und wenn es auch besser nicht so wäre, so wünschte sich doch jeder, mit seinem Kind hier einmal Zeit verbringen zu können. Näheres findet Ihr unter: www.sternenbruecke.de

 

Die zweite Gruppe wurde von Marietta geführt:

Sechs mutige Mütter haben sich aufgemacht, sich im Vorwege mit den Problemen die auf uns alle zukommen zu beschäftigen, und ein Beerdigungsinstitut aufgesucht.

Der Beerdigungsunternehmer, Herr Vieweg aus Rellingen, hat in sehr einfühlsamer Weise alle Schritte der Vorbereitung und Ausführung erklärt und viele Möglichkeiten bei und um die Beerdigung und Trauerfeier aufgezeigt.

Obwohl uns einiges sehr nahe ging und emotional stark aufwühlte, waren wir froh und dankbar für viele Hinweise.

Zum Abschluss haben wir uns noch einen entzückenden Film nach einem zauberhaften Kinderbuch "Die schönsten Begräbnisse der Welt" angesehen und konnten dann dem restlichen Tag wieder entspannt ins Auge sehen.

Die dritte Gruppe besprach ihre Probleme bei einer Alsterrundfahrt. Dieses Ambiente war gut gewählt, denn es ging um sehr feinfühlige Momente: Wie fühlt sich der Abschied deines Kindes nach zwei, drei oder vier Jahren an? Wie sieht dein Leben heute aus, hat es Dich verändert? Wie geht es deinen „gesunden“ Kindern, hat sie die Krankheit geprägt? Diese Momente, diese Gespräche kann man nicht in Worte fassen, und man sollte das auch nicht tun.

 

Dialog im Dunkeln

Um 14.00 Uhr begann für die erste Gruppe der „Dialog im Dunkeln“. Uschi hatte alles prima

vorbereitet die 2. Gruppe startete um 14.15, die 3. um 14.30 Uhr. Da ich mir schon früher einmal dieses Erlebnis gegönnt hatte, verzichtete ich auf einen erneuten gang und bewachte stattdessen die Jacken und die Taschen.

Es war nicht leicht, in die dunkle Welt unserer Kinder einzutauchen und zu erfahren, wie es ihnen im Alltag gehen mag.

Blinzelnd und torkelnd kamen die Mütter dann wieder ans Tageslicht.

Einheilig meinten sie alle, sie seien um eine Erfahrung reicher geworden und sie könnten ihre Kinder nun besser verstehen. Eine Mutter meinte, ich habe begriffen, dass ich den Kindern viel mehr erzählen muss. Einige meinten, man hätte diese Erfahrung längst machen müssen, doch eine andere sagte zögernd: „Ich glaube, am Anfang hätte ich das nicht ertragen“.

Dieses Beeindruckende Erlebnis musste erst einmal ruhig verarbeitet werden.

 

Um 17.45 trafen wir alle uns zum Abendessen auf dem Kiez im „Herzblut“. Endlich waren wir wieder alle zusammen und das war auch gut so.

Wenn man ein Mütterwochenende vorbereitet, braucht man mindestens eine Vorlaufzeit von einem halben bis einem Jahr. Als Uschi und Marietta das Programm zusammenstellten, ahnten sie nicht, was sich an diesem Abend auf der Reeperbahn abspielen sollte. Gerade an diesem Abend sollte auf dem Spielbudenplatz die Life-Übertragung des 55. Eurovision Song

Contests in Oslo – moderiert von Harpe Karpeling stattfinden. Menschenmassen sammelten sich auf der Reeperbahn und wir flüchteten erst einmal in das „Herzblut“ und anschließend ins Schmidt`s Theater, um „Karamba auf dem Kiez“ zu erleben.

 

Draußen sammelte sich derweil zwar in friedlicher und fröhlicher Stimmung eine nie geahnte Menschenmenge. Wohl die meisten von uns hatten so etwas noch nie erlebt. Nach dem Ende der Vorstellung konnten wir durch den Hinterausgang das Theater verlassen und bis auf 5 oder 6 Mutige flüchteten alle in eine Taxe und ins Hotel vor den Fernseher. Und dann kam die Überraschung:Sie hat es tatsächlich geschafft: Lena Meyer-Landrut hat den Eurovision Song Contest 2010 gewonnen. Mit ihrem Song "Satellite" setzte sie sich gegen 24 Konkurrenten durch - es ist der erste deutsche Sieg seit 1982. Wir alle (die letzten waren inzwischen auch aus dem Gedrängel geflüchtet) freuten uns mit Lena und allen anderen.

Sonntag, 31. Mai 2010

Ab 8.00 Uhr genossen wir wieder das reichhaltige Frühstücksbüfett, um 9.15 Uhr ging es los, zunächst mit der S-Bahn bis Landungsbrücken, dann mit der Fähre nach Finkenwerder.

Wir fanden vorn auf dem Schiff ein ruhiges Plätzchen, waren ganz unter uns, und konnten in aller Ruhe eine Zusammenfassung der Tagung machen. Ein Lob für die Organisatoren Uschi und Marietta, es hatte niemand negative Kritik.

Es wurde ein Ort für 2011 gesucht und wir einigten uns schließlich auf Freiburg. Daniela und Sandra übernahmen die Organisation. Vielleicht gelingt es ihnen ja, in Freiburg ein Treffen mit Prof. Kohlschütter zu organisieren. Dann wird die medizinische Behandlung im Mittel-

punkt des Seminars stehen.

Zurück ging es wieder mit Fähre und Bus.

Wer nun fragte: hätte man diesen Teil nicht auch im Hotel stattfinden lassen, zumal Petrus uns mit typisch Hamburger Nieselwetter begrüßte? Dem sei gesagt: Unsere Organisatorinnen waren sparsam- Bahn, Fähre und Bus waren kostenlos, der Raum im Hotel hätte 500,00 € gekostet.

 

Nach einem leckeren Mittagessen mit köstlichem Fingerfood kam der Abschied.

 

Ich bewundere diese Mütter, die manchmal weinen, dann aber auch so herzlich und ehrlich lachen können, dass man einfach mit lachen muss. Und es hat sich wieder gezeigt, wie wunderbar dieser Austausch ist zwischen den Müttern, die mit ihren kranken Kindern zusammen leben und denen, die ihre Kinder in ihrem Herzen tragen, die an diesem Wochenende immer besonders präsent sind.

 

Wer vorher noch gezweifelt hatte, ob er wirklich kommen sollte, hat es bestimmt nicht bedauert.

 

 

DANKE liebe Uschi und liebe Marietta für all die Mühe, die Ihr Euch für uns gemacht habt.

 

Barbara