Kroschke Stiftung Preisverleihung 2008 - NCL
2002 hatte die Kroschke Stiftung den Förderpreis Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder in
Höhe von 7.500,--€ an die NCL- Gruppe verliehen.
Wir haben das Geld damals für die Gastweise Unterbringungen gebraucht und es hat und
wirklich toll geholfen.
2008 fand die 7. Preisverleihung statt und neben Honoratioren, der Niedersächsischen
Ministerin für Soziales, Familien, Frauen und Gesundheit, Frau Mechthild Ross- Luttmann ,
Ärzten, Prominenz aus der Wissenschaft und vielen anderen Bereichen waren auch die
Preisträger der 1. – 6. Preisverleihung eingeladen.
Der Festakt fand am 7.11.2008 in der „Dornse“ des Altstadtrathauses statt. Die Preisträger
waren darüber hinaus zu einem Erfahrungsaustausch am nächsten Tag geladen.
Mein Mann und ich hatten das große Glück wieder an der Preisverleihung teilnehmen zu
dürfen und wir freuten uns ehrlich darauf. Wir hatten in den Vorjahren die Gebrüder Klaus
und Christoph Kroschke kennen gelernt, ihre schlichte Bescheidenheit bewundert und
staunend erkannt, dass es ihnen nicht um den sicherlich vorhandenen Reichtum, sondern um
die Menschlichkeit geht. Ihre ethisch moralische Grundhaltung, ihre gelebte soziale
Verantwortung und Solidarität mit den Schwächsten prägt ihr Handeln.
Einen Teil dieser Geisteshaltung erlebten wir auch am Abend, als die Herren Kroschke selbst
die Stühle zusammenstellten und genau stillschweigend beobachteten, dass auch jeder zu
seinem Recht kam.
Preisträger der begehrten Auszeichnung 2008 unter der Schirmherrschaft der
niedersächsischen Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann ist die Beratungsstelle Refugio
Bremen. Die teils ehrenamtlichen Mitarbeiter kümmern sich seit 20 Jahren um traumatisierte
Flüchtlinge und Folterüberlebende in Nordwestdeutschland, darunter sind viele Kinder. Um
den Förderpreis, der alle zwei Jahre bundesweit ausgeschrieben wird, hatten sich 57
Initiativen aus ganz Deutschland beworben.
Darüber hinaus hat die Kroschke Stiftung vier Anerkennungspreise in Höhe von je 1000 Euro
zur Verfügung gestellt. Preisträger sind der Verein Verwaiste Eltern und Geschwister
Hamburg, der Fachbereich Rollstuhlbasketball im Deutschen Rollstuhlsportverband, das
KuMuLi-Team (Kunst und Musik) im Klinikum Dortmund und der Arbeitskreis Junge
Erwachsene im Kindernetzwerk.
„Erst soziales Engagement und Humanität machen aus einer erfolgreichen auch eine
lebenswerte Gemeinschaft“; sagte Frau Ross-Luttmann bei der Preisverleihung im
Braunschweiger Altstadtrathaus. „Denn eine Gesellschaft, in der jeder nur an sich und seine
eigenen Ansprüche denkt, kann nicht funktionieren.“ Leider sei es keine
Selbstverständlichkeit, dass der Grundsatz der Nächstenliebe so überzeugt und konsequent
gelebt werde wie von den Gründern der Kroschke Stiftung.
Christoph Kroschke, Vorstandsvorsitzender der Kroschke Stiftung, betonte, dass sich die Jury
einstimmig für den Preisträger Refugio Bremen entschieden habe. Allerdings hätten die
Jurymitglieder ebenso einstimmig bekannt, dass nahezu jeder Bewerber den Preis verdient
hätte. Die Kroschke Stiftung für Kinder wurde von den beiden Unternehmern Klaus Kroschke
(Braunschweig) und Christoph Kroschke (Ahrensburg) gegründet und fördert vor allem Pro-
jekte für chronisch kranke und behinderte, herzkranke, hörgeschädigte Kinder in
Norddeutschland. Weitere Schwerpunkte sind der Kinderschutz und die
Gesundheitsprävention.
Nach der würdigen Feierstunde in der Dörnse und einem gemütlichem Abend im Hotel,
folgte am nächsten Morgen ein Erfahrungsaustausch aller bisherigen Preisträger statt unter
dem Thema: „Kompetenz – Vernetzung – Erfahrung – Erfolg“.
Prof. Dr. Hubertus von Voß referierte über die Verdienste des Kindernetzwerkes, Herr
Dietrich Schacht, ehemaliges Vorstandsmitglied der Kroschke Stiftung und als solcher uns
allen bekannt, bekräftigte die Notwendigkeit der Vernetzung und der Kontaktpflege.
Schließlich versuchte Frau Garbe aus der Kroschke Geschäftsstelle uns nahe zu bringen, wie
man gute Öffentlichkeitsarbeit gestaltet.
Anhand des Videos von 2002 (das auch auf der Homepage zu sehen ist), bemühte ich mich,
die NCL- Gruppe vorzustellen. Dankbar nahmen alle Teilnehmer die Idee auf, die wichtigsten
Punkte über die Krankheit und die Selbsthilfeorganisation auf einer Visitenkarte darzustellen,
damit nicht jeder bei Ämtern, Behörden, Krankenkassen, Schulen und Kindergärten immer
von neuem die schwierige Lage erklären muss. Vielleicht konnten wir so auch ein wenig den
anderen helfen.
Am Ende dieses intensiven Vormittags, der sehr informierend und berührend zugleich war,
galt unser Dank wieder den Brüdern Christof und Klaus Kroschke, die durch ihre Siftung ein
solches Treffen erst möglich machten.
Barbara Schriever

